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Gasthof Föttinger

Gustav Mahler liebte den Urlaub am Attersee und residierte in den Sommermonaten der Jahre 1893 bis 1896 im Gasthof Föttinger in Steinbach am Attersee.

Gustav Mahler Gedenkstätte

Der alte Gasthof zum Höllengebirge

Der alte "Gasthof zum Höllengebirge" in Steinbach am Attersee, der minderjährigen Fräulein Anna Scheicher, später verehelichte Föttinger gehörend und von Pächter Johann Danbauer als Wirtschafter geführt, bot in den Sommermonaten der Jahre 1893, 1894, 1895 und 1896 das ideale Ferienretiro für Gustav Mahler.

Bilder: Komponierhäuschen, alter Gasthof zum Höllengebirge

Fünf Räume im Paterre und der Etage mit Küche und eigener Terrasse konnten in einzigartiger Lage am Ostufer des Attersees vom damaligen Kapellmeister am Hamburger Stadttheather,dessen Geschwistern Justine, Emma und Otto sowie Natalie Bauer-Lechner bezogen werden.

Am Vormittag blieb der Ferienkomponist, wie man ihn später wegen seiner Art stets die sommerlichen Theatherpausen für jegliche schöpferische Arbeit zu verwenden nannte, auf seinem Zimmer und schrieb. Nach Tisch und Mittagsschlaf unternahm man gemeinsame Spaziergänge und Radpartien oder besuchte mit den Dampfer Freunde im nahen Nußdorf, Unterrach und Seewalchen. Auf jedem seiner Spaziergänge führte Mahler ein Notenbüchlein mit, in das er Einfälle, die Ihm unterwegs zukamen, an Ort und Stelle eintrug. Obwohl Mahler mit seiner Arbeit überaus rasch voran kam, war er dennoch mit seinen Schaffensbedingungen nicht zufrieden. Touristen und Wandersleute, die im Gasthof Einkehr hielten störten nicht selten die Stille und Einsamkeit, die Mahler brauchte, wenn er den Klangvorstellungen in seinem Kopf lauschte.

So reifte im Spätsommer 1893 der geniale Plan, direkt am Seeufer ein eigenes Häuschen zu errichten in dem Mahler die Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden hoffte, die er beim Komponieren brauchte. In den folgenden Sommern wurde das Komponierhäuschen zur idealen Schaffenswerkstatt, in der Mahler sowohl die Blumenwiese welche sich zwischen dem See und dem Gasthof befand, als auch die Tiere im Wald, die mächtigen Felsabstürze des nahen Höllengebirges, kurz die ganze Atterseelandschaft in seinen musikalischen Werken integrierte. Mahler wörtlich am 27. Juni 1896 zu Natalie Bauer-Lechner:Daß ich auch noch das Höllengebirge in die Tasche stecken werde, wer hätte das gedacht? Nun habe ich mir wirklich ganz Steinbach zugeeignet". Seinem Freund Bruno Walter erklärte Mahler bei einem Spaziergang am Fuße des Höllengebirges:"Sie brauchen gar nicht mehr hinzusehen, das habe ich alles schon weg komponiert". All diese Aussagen zeugen von der Verbundenheit Mahlers zu seinem Ferienretiro am Attersee, das er schweren Herzens im Spätsommer 1896 wegen Unstimmigkeiten mit dem neuen Pächter des Gasthofs für immer verlies.

Link zum Hotel-Attersee "Föttinger" in dem Gustav Mahler wohnte

Hotel Föttinger ist auch gelistet in www.attersee-hotels.at

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