Gustav Mahler liebte den Urlaub am Attersee und residierte in den Sommermonaten der Jahre 1893 bis 1896 im Gasthof Föttinger in Steinbach am Attersee.

Gustav Mahler in Steinbach am Attersee

Gustav Mahler kam im Sommer 1893 zum ersten Mal nach Steinbach am Attersee. Seine Schwester Justine und die enge Familienfreundin Natalie Bauer-Lechner hatten fünf Zimmer im „Gasthaus zum Höllengebirge” reserviert, damit die Familie einen ausgedehnten Urlaub genießen konnte, fern des Großstadttrubels in dem Mahler sein Lebensunterhalt als Dirigent und Manager verdiente.

Die atemberaubende Gegend wirkte Wunder auf Mahlers Kreativität; im Laufe von vier Sommern schuf er hier ein halbes Dutzend Lieder und zwei enorme Sinfonien. Um noch näher an die Natur heranzukommen und in Ruhe arbeiten zu können, ließ der Komponist ein Häuschen auf der Wiese am Seeufer bauen.

Dieses „Komponierhäuschen” gibt es noch immer und hat sich zu einem bedeutenden Anziehungsort für Mahler-Liebhaber rund um die Welt entwickelt.

 

Gustav Mahler Festival (7-9 Juli 2016)

Diesen Sommer präsentiert die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft, in Zusammenarbeit mit Georg Föttinger, Besitzer vom Mahlers Komponierhäuschen in Steinbach und Betreiber vom Gasthaus Föttinger, eine neue Ausstellung zu Gustav Mahler in Steinbach. Die Eröffnung erfolgt am 7.7.2016 mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer; Kammersänger Thomas Hampson wird - zwischen Lesungen von Mahlers Briefen und Gesprächen - Lieder von Mahler aufführen.

Das Event setzt am nächsten Tag mit einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des Mahler-Festivals in Steinbach fort. Marina Mahler, Enkelin des Komponisten, präsentiert ihre Pläne für eine Mahler-Foundation und deren Kooperation mit dem Festival in den kommenden Jahren. Professor Erich Prödl aus Regensburg enthüllt Skizzen und Modelle zu einer Performance-Bühne auf dem Grund des Gasthof Föttinger und Nicole Eder, Bürgermeisterin der Gemeinde Steinbach, und Franz Kneissl, ehemaliger Bürgermeister, sprechen über die Teilnahme der Gemeinde an künftigen Projekten zur Mahler-Pflege und deren Bedeutung für die gesamte Region.

Auch zwei Filme sind am Programm: über Mahlers 2. Sinfonie und 3. Sinfonie. Beide Werke wurden großteils in Steinbach komponiert und es ist treffend, dass viele Szenen in beiden Filmen in der Gegend gedreht wurden; viele Bewohner haben auch als Statisten in der Darstellung des Begräbnisses in der 2. Sinfonie mitgewirkt.

Produzent und Regisseur Jason Starr wird anwesend sein und kurz zu beiden Filmen etwas sagen.

Der abschließende Tag beginnt mit der Taufe des MS Unterach als „Mahlerschiff”. Es wurde ein Wettbewerb für junge Künstler ausgeschrieben; das siegreiche Design wird die Seite des Schiffes zu Ehren des großen Komponisten und seiner Aufenthalte am Attersee zieren.

Das Boot wird dann die Festivalgäste gratis zum nahegelegenen Weissenbach bringen, wo – so das Wetter mitspielt – der Ausgangspunkt für ein außerordentliches musikalisches Erlebnis sein wird: Für eine Wanderung durch die Natur zu Hörstationen, an welchen die einzelnen Sätze von Mahlers 3. Sinfonie erklingen.

 

 

 

 

Dieses Festival ist nur der Anfang; geplant ist eine alljährliche Feier in Steinbach zum Geburtstag des Komponisten um den 7. Juli. Künftige Festivals werden zahlreiche Events anbieten, aber es wird bewußt genügend Zeit geben, damit sich Gäste untereinander und mit den Teilnehmern austauschen können. Und vor allem wird auf diesen einzigartigen Ort wertgelegt. Hier entsteht ein Treffpunkt, um Mahlers Inspiration in all ihren Facetten in einer atemberaubenden Naturkulisse feiern zu können.

Alle Events außer den Filmvorführungen (€6) sind gratis und offen für das allgemeine Publikum.

 

Gustav Mahler Komponierhäuschen Steinbach: Ausstellung

Projektträger: Internationale Gustav Mahler Gesellschaft

Projektträger Ansprechperson und Kurator: Dr. Morten Solvik

Projektteam Ansprechperson: Mag. Georg Föttinger

Vor 30 Jahren wurde das Komponierhäuschen von Gustav Mahler in Steinbach am Attersee mit einer permanenten Ausstellung ergänzt. Seither sind tausende Menschen aus aller Welt dorthin gepilgert, um die Schönheit der Umgebung und die magische Atmosphäre dieses winzigen Häuschens zu erleben. Die Verehrung für Mahler ist gewaltig gestiegen, aber die Exponate sind dem Zweck, Mahler den Besuchern näherzubringen, nicht mehr gewachsen. Die Photos sind veraltet und alle Texte erscheinen nur auf Deutsch. Eine zeitgemäße, internationale, medienwirksame Ausstellung ist längst fällig, eine Aufgabe deren wissenschaftlich fundierte Gestaltung von der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft übernommen wird.

 

Die Themen werden folgendermaßen aufgeteilt:

 Wandtafeln

1.     Chronologie Mahlers Leben

2.     Schwerpunkt Attersee 1893 bis 1896 sowie Freunden und Verwandten

3.     Die Natur, das Volk und Des Knaben Wunderhorn

4.     Das Schnützelputzhäusel (Entstehung des Komponierhäuschens)

5.     2. Symphonie

6.     3. Symphonie

 

Der Inhalt wird mit Übertiteln, Kurzfassungen, Zitaten und Detaildarstellung zweisprachig (Deutsch und Englisch schriftartlich differenziert) vermittelt und mit Photos und Faksimiles (später auch Audiospuren) ergänzt.

 

Audioguide

 Die Tour beginnt bereits im Hotelbereich und gibt einen Überblick über Mahlers Beziehung zur Umgebung (Hotel, Ortschaft, Region) während sich der Benutzer auf dem Weg zum Komponierhäuschen macht.

 

 

In einer späteren Ausbauphase werden Ausstellungstafeln auf zusätzliche Hörbeispiele hinweisen, die auf weiteren Tracks aufgerufen werden können. Audio-Einführungen in die 2. und 3. Sinfonie sind auch geplant.


Einblick in das Komponierhäuschen von Gustav Mahler

Öffnungszeiten: ganzjährig, Eintritt: frei

 Schlüssel im Gasthof Föttinger erhältlich.

Gustav Mahler kam im Sommer 1893 zum ersten Mal nach Steinbach am Attersee. Seine Schwester Justine und die enge Familienfreundin Natalie Bauer-Lechner hatten fünf Zimmer im „Gasthaus zum Höllengebirge” reserviert, damit die Familie einen ausgedehnten Urlaub genießen konnte, fern des Großstadttrubels in dem Mahler sein Lebensunterhalt als Dirigent und Manager verdiente. Die atemberaubende Gegend wirkte Wunder auf Mahlers Kreativität; im Laufe von vier Sommern schuf er hier ein halbes Dutzend Lieder und zwei enorme Symphonien. 

 

Um noch näher an die Natur heranzukommen und in Ruhe arbeiten zu können, ließ der Komponist im Frühjahr 1894 von Baumeister Johann Lösch seinen Musikpavilion am Gelände des "Gasthof zum Höllengebirge", direkt am See, errichten. Lediglich ein Raum mit Doppelfenstern nach drei Seiten und einer Glastüre, einfach eingerichtet mit Tisch und Sessel, einem Ofen und natürlich einem Stutzflügel diente Mahler drei lange Sommer als Arbeits-Sanctuarium. Hier entstanden Teile der Zweiten und die gesamte Dritte Symphonie.

 

Das Häuschen diente lange Jahre als Waschküche, Schlachthaus und sogar als Sanitäranlage, was jedoch dessen Verfall verhinderte. Im Jahre 1985 wurde endgültig durch die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft und die Familie Föttinger eine Gedenkstätte eingerichtet. Das „Komponierhäuschen” hat sich zu einem bedeutenden Anziehungsort für Mahler-Liebhaber rund um die Welt entwickelt.


Bilder zu Gustav Mahler am Attersee

Bilder vom Ma(h)lerischen Attersee

Gustav Mahlers Komponierhäuschen finden

Kontakt

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

 

Int. Gustav Mahler Gesellschaft Wien

IBAN: AT833436300001121771

BIC: RZOOAT2L363

KTO-Nr: 1121771

BLZ: 34363

 

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